Die Frage nach den Kosten ist die erste, die Projektierer und Bauleiter stellen, und die ehrliche Antwort lautet: Es hängt von der Bauphase, der Größe des Parks und dem Gelände ab. Dieser Beitrag zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt, womit Sie rechnen müssen und wo sich sparen lässt, ohne Lücken in der Sicherung zu reißen.
Drei Bausteine, drei Abrechnungsmodelle
Die Bewachung eines Windparks besteht in der Regel aus drei Bausteinen, die unterschiedlich abgerechnet werden.
- Videotürme werden pro Turm und Woche berechnet. Im Preis enthalten sind Auf- und Abbau, Stromversorgung über Solar und Akku, Mobilfunkanbindung und die Aufschaltung auf die Leitstelle.
- Wachpersonal vor Ort wird pro Stunde abgerechnet. Nachts, an Wochenenden und Feiertagen gelten Zuschläge nach Tarifvertrag. Bei uns entfallen Hotel- und Fahrtkosten, weil das Personal im eigenen Wohnwagen am Park wohnt.
- Revierdienst und Alarmintervention im laufenden Betrieb werden als Monatspauschale je Park vereinbart, abhängig von Anlagenzahl, Kontrollrhythmus und Entfernung.
Was den Preis nach oben oder unten bewegt
- Bauphase: Wegebau und Fundamente brauchen meist nur Türme. Anlieferung, Montage und Kabelverlegung sind die teuren Wochen, weil hier Personal rund um die Uhr sinnvoll ist.
- Größe und Zuschnitt: Ein kompakter Park mit fünf Anlagen braucht zwei bis drei Türme, ein Park mit 20 Anlagen über mehrere Kilometer entsprechend mehr und zusätzlich Streifenfahrten.
- Gelände: Waldstandorte und Mittelgebirge erfordern Geländefahrzeuge und oft Richtantennen für den Mobilfunk; das schlägt sich in der Pauschale nieder.
- Dauer: Bei Einsätzen über mehrere Monate sinkt der Wochenpreis der Türme.
- Vorfälle: Nach einem Diebstahl verlangt der Versicherer meist eine verdichtete Bewachung bis zur Inbetriebnahme, das verändert die Kalkulation.
Rechenbeispiel Bauphase
Ein Park mit acht Anlagen in einem Mittelgebirge, Bauzeit sieben Monate. In den ersten drei Monaten (Wegebau, Fundamente) reichen zwei Videotürme an Zufahrt und Lagerfläche. In den folgenden drei Monaten (Anlieferung, Montage, Kabel) kommen Wachpersonal in Nachtschicht und am Wochenende sowie ein dritter Turm an der Kranfläche hinzu. Im letzten Monat (Inbetriebnahme) genügen wieder die Türme.
In dieser Konstellation liegt der Anteil der Bewachung erfahrungsgemäß im Bereich von unter einem Prozent der Baukosten. Zum Vergleich: Ein einziger Kabeldiebstahl an der Übergabestation kostet mit Material, Wiederverlegung und Bauverzögerung schnell einen sechsstelligen Betrag, von der Diskussion mit dem Versicherer ganz abgesehen.
Wo Sie sparen können, und wo nicht
Sparen lässt sich bei der Abstimmung des Konzepts auf den Bauablauf: Wer uns den Terminplan gibt, bekommt Personal nur in den Wochen, in denen es wirklich gebraucht wird. Sparen lässt sich auch durch frühzeitige Beauftragung, weil Türme dann im Zuge der ersten Baustelleneinrichtung aufgestellt werden und keine Sonderfahrt nötig ist.
Nicht sparen sollten Sie an der Kabelverlegung und an den Nächten, in denen Komponenten auf der Lagerfläche liegen. Das sind die Phasen, in denen praktisch alle Schadensfälle passieren, die wir aus der Praxis kennen.
Unser Angebot
Wir nennen Ihnen nach einer kurzen Abstimmung zu Standort, Anlagenzahl und Bauablauf feste Sätze pro Turm und Woche sowie pro Wachstunde, ohne versteckte Anfahrts- oder Übernachtungskosten. Rufen Sie die kostenfreie Hotline an oder nutzen Sie das Formular.
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