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Videoturm oder Wachmann: Was passt in welcher Bauphase?

Beide Varianten haben ihre Berechtigung, und die meisten Bauleiter fahren am besten mit einer Kombination. Entscheidend ist, was in der jeweiligen Phase auf der Fläche liegt und wie schnell jemand eingreifen können muss.

Was ein Videoturm leistet

Ein mobiler Videoturm überwacht eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern rund um die Uhr, erkennt Personen automatisch und meldet sie an die Leitstelle, die das Livebild prüft und den Eindringling per Lautsprecher anspricht. Er braucht keinen Stromanschluss, keine Pause und kostet einen Bruchteil einer Dauerbewachung.

Seine Grenzen: Er kann niemanden festhalten, er sieht nur, was in seinem Blickfeld liegt, und bei einer professionellen Bande, die in fünf Minuten eine Kabeltrommel auflädt, reicht die Zeit bis zum Eintreffen einer Streife von außen oft nicht.

Was Wachpersonal leistet

Eine Sicherheitskraft vor Ort kontrolliert Zufahrten, spricht Lieferanten und Besucher an, geht Streife zu allen Anlagen, prüft Container und Krane und greift bei einem Alarm sofort ein. Allein die sichtbare Präsenz hält die meisten Gelegenheitstäter fern.

Ihre Grenzen: Sie kann nur an einem Ort gleichzeitig sein, und über mehrere Kilometer verteilte Anlagen lassen sich mit einer Person nicht lückenlos überwachen. Außerdem ist sie die teurere Variante.

Die Phasen im Überblick

  • Wegebau und Fundamente: Videotürme an Hauptzufahrt und Materiallager. Personal nur, wenn Baumaschinen über Nacht ungesichert stehen.
  • Anlieferung der Komponenten: Türme plus Wachpersonal nachts und am Wochenende. Turmsegmente und Rotorblätter sind zwar schwer zu stehlen, aber Vandalismus und Diebstahl von Anbauteilen sind häufig.
  • Kranstellung und Montage: Wachpersonal rund um die Uhr. Ein Mobilkran mit Zubehör ist das teuerste Einzelgerät auf der Baustelle.
  • Kabelverlegung und Netzanschluss: Türme entlang der Trasse plus Personal mit Streifenfahrten. Das ist die Phase mit dem höchsten Kupferdiebstahl-Risiko.
  • Inbetriebnahme und Betrieb: Fernüberwachung mit Alarmaufschaltung, Streifenfahrten in unregelmäßigen Abständen.

Die Kombination macht den Unterschied

In der Praxis bewährt sich: Türme als Grundsicherung über die gesamte Bauzeit, Wachpersonal gezielt in den kritischen Wochen. Der Turm meldet, die Streife vom Wohnwagen am Park ist in wenigen Minuten vor Ort. So ist die Reaktionszeit kurz, ohne dass rund um die Uhr jemand neben jeder Anlage steht.

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